Schulmodule | Kooperationsangebot für Schulen

Mit dem Angebot „Jugend Arbeit zur Schule“ stellt das Team des Kinder- und Jugendbüros Schulleitungen und Lehrkräften seinen Modulkatalog für eine Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule vor.

Die Module aus den Bereichen Soziales Training, Soziale Interaktion / Klassengemeinschaft und Begleitende Projektarbeit sind nach Schulstufen sortiert und können beim Kinder- und Jugendbüro angefragt werden. Die Konzipierung angepasster Module entsprechend gewünschter Inhalte der Schulen ist möglich.

Die Zuordnung der Modulthemen orientiert sich dabei an den Handlungsfeldern „Soziales Training“, „Soziale Interaktion und Klassengemeinschaft“ und „Begleitete Projektarbeit“.
Sie richten sich an Klassen bzw. Schülergruppen von der Primar- bis zur Oberstufe.

Uns ist wichtig, dass die Modulplanung in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bzw. Fachleuten aus der Schulsozialarbeit geschieht. So ist sichergestellt, dass das Angebot dem Bedarf der Schule entspricht.

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Modulablauf

1 - Das Vortreffen mit der Lehrkraft

Zu Beginn findet ein Vortreffen zwischen unseren für das Modul zuständigen pädagogischen Mitarbeitern des Kinder- und Jugendbüros und der zuständigen Lehrkraft statt. Ziel ist die Konkretisierung und die Anpassung des gewünschen Moduls. Informationen zur Klassensituation werden ausgetauscht.  Eine kurze Modulbeschreibung wird an die Lehrkraft übergeben. Abschließend wird die vertragliche Vereinbarung zur Kooperation im Rahmen des gebuchten Moduls abgeschlossen.

Zeitdauer:
1 Unterrichtseinheit

2 - Das Vortreffen mit der Klasse

Hier geht es um das Kennenlernen der Klasse. Die für das gebuchte Modul zuständigen pädagogischen Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros, die Lehrkraft und eingebundene Schülerinnen und Schüler treffen das erste Mal aufeinander und lernen sich kennen.

Zeitdauer:
2 Unterrichtseinheiten

3 - Der Modultag

Der spannende Tag: Jetzt wird das gemeinsam vereinbarte Modul entsprechend der getroffenen Vereinbarungen durchgeführt. Optional ist das gerne außerhalb der Schule möglich, z.B. in unserem Kinder- und Jugendbüro oder einem der Baden-Badener Jugendtreffs.

Zeitdauer:
max. 5 Unterrichtseinheiten

4 - Ein Nachtreffen mit der Klasse

Ungefähr 4-6 Wochen nach der Moduldurchführung findet ein Nachtreffen mit den Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrkraft der Klasse statt. Anschließend wird ein Reflexionsgespräch mit der zuständigen Lehrkraft empfohlen.

Zeitdauer:
Nachtreffen  2 Unterrichtseinheiten
Reflexionsgespräch 1 Unterrichtseinheit

Angebote

Gemeinschaft fördern und fordern

Mit diesem Modul soll eine positive Dynamik der Klassengemeinschaft unterstützt werden. Indem die Kinder sich selbst und ihre Stellung in der Klasse durch gemeinsames Tun und Spiel erleben und reflektieren, können sie ihre sozialen Kompetenzen weiter entwickeln. Dabei steht das Vertrauen zu den anderen und zu sich selbst im Mittelpunkt, das Voraussetzung für soziales Lernen mit all seinen Dimensionen ist und den Boden für konstruktives Konfliktverhalten bietet.

Ziele:
SchülerInnen erproben im gemeinsamen Spiel kooperatives und empathisches Verhalten, lernen die eigenen Grenzen kennen und achten und „erspielen“ sich konstruktives Konfliktverhalten, erleben sich selbst als ein wichtiger Teil der Klassengemeinschaft.

Methoden:
Gruppen- und Rollenspiele
Gesprächs- und Reflexionsrunden

Teilnehmer: Gesamte Schulklasse

Klassenstufe:
Ab Klasse 4

Keep Cool Training / AGT II nach PIKA ®

Hilfe und Unterstützung für Jugendliche, für die in besonderen Lebenslagen und Situationen alternative Handlungsmöglichkeiten und gewaltfreie  Konfliktlösungsstrategien gemeinsam erarbeitet werden. Grundlage dafür sind gesellschaftliche Werte und Normen.

Ziele:
SchülerInnen werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, werden in ihrer Selbst- und Fremdwahrnehmung gestärkt, haben die Möglichkeit, ihre Kommunikationskompetenz zu verbessern, erarbeiten Lösungen und Lösungsalternativen für Konfliktsituationen, werden in der Entwicklung ihrer Empathie unterstützt.

Methoden:
AGT II nach PIKA ® (Prävention, Interaktion, Konfliktbearbeitung und Anti-Gewalt-Training)

Teilnehmer:
max. 6 bis 10 TeilnehmerInnen in zwei Altersgruppen: 10-13 Jahre und 14-17 Jahre.
Angebot klassenübergreifend möglich.

Klassenstufe:
ab Klasse 5

Starterpaket

Das Projekt richtet sich v.a. an Schulklassen, die neu gemischt wurden und möchte sie in deren Kennenlernprozess und Gruppendynamik positiv unterstützen. Je nach Zeitkontingent und Interesse bieten wir erlebnis- oder spielpädagogische Aktivitäten im Schulbereich, in der Natur oder als Rahmenprogramm auf Klassenfahrten an. Darüber hinaus können unsere sozialpädagogischen Fachkräfte LehrerInnen bei schwierigen Klassenkonstellationen Hilfestellungen geben.

Ziele:
SchülerInnen und LehrerInnen lernen sich gegenseitig kennen, entwickeln gegenseitiges Vertrauen und lösen gemeinsam Aufgaben. LehrerInnen können den Prozess beobachten und erhalten bei Bedarf und Wunsch Einschätzungen/ Hilfestellungen im Umgang bestimmter Dynamiken.

Methoden:
Erlebnis- und spielpädagogische Methoden

Teilnehmer:
Gesamte Schulklasse

Klassenstufe:
Ab Klasse 5

Respekt

Mit diesem Modul soll eine positivere Kommunikation im Umgang miteinander unterstützt werden. Wertschätzung und Toleranz sowie empathisches Verhalten und Handeln werden gefördert. Durch gemeinsames Tun, erleben und reflektieren die SchülerInnen ihre Kommunikation und ihr Handeln gemeinsam. Ihnen können dadurch neue Handlungsweisen an die Hand gegeben werden. Das Modul kann auch an Projekttagen eingesetzt werden und wird auf die jeweilige Altersstufe und den Stand der Klasse abgestimmt.

Methoden:

  • Gruppen- und Rollenspiele
  • Gesprächs- und Reflexionsrunden

Ziele:

Die SchülerInnen erproben im gemeinsamen Spiel kooperatives und empathisches Verhalten, lernen die eigenen und die Grenzen anderer kennen und achten, „erspielen“ sich neue Handlungswege und konstruktives Konfliktverhalten und erleben Wertschätzung für sich selbst und andere.

Digitale Medien

Schüler*innen sollen mit diesem Modul individuell und auch als Schulklasse, bei Klassenchats, einen bewussten Umgang mit den Digitalen Medien erfahren. Laut der DAK-Studie sind 85 % der Jugendlichen sieben Tage die Woche im Internet unterwegs. Daher ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Digitalen Medien nötig. Ein respektvoller Umgang in der digitalen Lebenswelt sowie in der realen Lebenswelt von Jugendlichen wird gemeinsam erarbeitet und besprochen.

Methoden:

  • Soziale Gruppenarbeit
  • Medienpädagogik
  • Gesprächs- und Reflexionsrunden

Ziele:

  • Sensibilisierung der Schüler*innen im Bereich der Digitalen Medien
  • auf Gefahren des World Wide Web hinweisen
  • Einsatz von sinnvollen Medien erörtern
  • Reflektiertes Verhalten in Bezug auf die Medien Nutzung
  • Aufklärungsarbeit in Bezug auf die gesetzlichen Grundlagen z.B. Cybermobbing

Teilnehmer: gesamte Schulklasse

Übergang: Grundschule - weiterführende Schüle

Dieses Modul dient dazu, Übergänge zur weiterführenden Schule zu gestalten, Wertschätzung der Klassengemeinschaft zu erfahren und die Klasse auf die Auflösung der Klassenkonstellation vorzubereiten (Abschied nehmen). Außerdem sollen ausgrenzende Methoden von Einzelnen und Gruppen sichtbar gemacht und zu positiven Verhaltensweisen umgekehrt bzw. geändert werden. Vorhandene Ressourcen werden abgefragt und erlernte sowie gegebene Stärken aktiviert.

Methoden:

  • Pädagogische Gruppenspiele zur Förderung der Gemeinschaft
  • Planspiele
  • Meinungscheck zu Erzählungen aus dem Alltag mit offenem Ende

Ziele:

  • Ressourcen aktivieren
  • Erlernte, sowie gegebene Stärken aktivieren
  • Respektvoller Umgang miteinander
  • Gruppendynamik motivieren / stärken

Teilnehmer: Klasse 4, gesamte Schulklasse

Klassenrat

Kindern und Jugendlichen wird ein Forum gegeben, in dem sie ihre Anliegen selbst vorbringen können, dürfen und sollen. Konflikte in der Klasse können geklärt werden, eine Konsensbildung der Gruppe wird erreicht und gemeinsam Regeln für den sozialen Umgang erarbeitet.

Methoden:

  • Gruppen- und Projektarbeit

Ziele:

  • Die Klasse erprobt selbstbestimmte und sozial kompetente Konfliktlösungen.
  • Demokratie wird gelernt und gelebt.

Besonderheit: Der Klassenrat kann und sollte anschließend von der/dem KlassenlehrerIn selbständig weitergeführt werden.

Teilnehmer: Ab Klasse 5, gesamte Schulklasse

Knigge? Na klar!

Durch Rollenspiele und Outdoor Aktionen sollen die Kinder und Jugendlichen für Verhaltensregeln und Umgangsformen im Zusammenhang mit dem Beruf sensibilisiert werden. Themen können sein:

  • Grüßen und Begrüßen
  • Respekt und Achtung
  • Hygiene und Outfit
  • Telefonieren und Handy
  • Vorstellungsgespräch
  • Tischmanieren

Methoden:

  • Rollenspiele
  • Outdoor Aktion

Ziele:

  • individuelle Förderung von sicherem Auftreten und Verinnerlichung von Verhaltensregeln und Umgangsformen
  • Verbesserung der Erfolgsaussichten bei der Ausbildungsplatzsuche und dem beruflichen Einstieg

Besonderheit: Es könnte je nach zeitlichen Ressourcen ein Restaurantbesuch geplant werden um den Jugendlichen Tischmanieren nahe zu bringen. Bei dem Restaurantbesuch können die Jugendlichen einen Einblick in das Tätigkeitsfeld Gastronomie und evtl. Hotellerie bekommen.

Teilnehmer: Gesamte Schulklasse

Sozialpädagogische Begleitung

Sozialpädagogische Begleitung und Durchführung von Modulen während eintägigen Ausflügen oder Klassenfahrten / Exkursionen oder Hüttenaufenthalten, sowie Mitgestaltung freizeitpädagogischer Angebote

Methoden:

  • Nach Absprache, bedarfsorientiert

Ziele:

  • Unterstützung der Lehrkräfte in deren Bildungs-/Erziehungsauftrag und Aufsichtspflicht
  • Sozialpädagogische Begleitung in Konfliktsituationen
  • Geschlechtsspezifische Unterstützung um alle Rollen zu begleiten
  • Freizeit- und Erlebnispädagogische Begleitung

Besonderheiten: Termine müssen sehr früh angefragt werden, um die Personalplanung zu gewährleisten. Ein vorheriges Kennenlernen der Klasse / Gruppe ist notwendig.

Teilnehmer: gesamte Schulklasse / Gruppe / Variabel

Graffiti

Graffiti – eine der 5 Säulen in der Hip-Hop-Kultur, einer Subkultur der urbanen Jugend. In diesem Modul soll das Thema Graffiti sowohl in der Theorie als auch in der Praxis bearbeitet werden. Nicht nur die Entstehung von Graffiti, auch die rechtlichen Aspekte und die Stellung in der Gesellschaft sollen besprochen werden. In Projektwochen oder dem Kunstunterricht kann diese Kunstform in vollem Umfang bearbeitet werden. Dazu dienen die freien Graffitiwände (Legal Walls) im Vorgarten der Jugendbegegnungsstätte als ideale Voraussetzung. Beim zweiten und dritten Termin kann das Modul von erfahrenen Graffitisprayern auf Honorarbasis begleitet werden

Ziele:

  • kreativ-technische Fähigkeiten erlernen bzw. vorhandene ausbauen,
  • selbsttätig und kreativ handeln
  • Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Hintergrundwissen über die Graffitikunst

Teilnehmer: Gesamte Schulklasse / Teilgruppen

Besonderheiten:

  • als Unterrichtsergänzung möglich (Kunst & Projekttage)
  • Abschluss an Graffitiwänden: 3-4 Stunden

Diversity: Geschlechtsspezifische Identitätfsindung

Das Angebot ermöglicht den Teilnehmenden gemeinsame geschlechtsunabhängige Aktivitäten. Dabei können die unterschiedlichen, aktuellen Lebenssituationen  und Themen wie Freundschaft, Partnerschaft, Sexualität usw. Beachtung finden. Beim ersten und dritten Besuch soll die Klasse gemeinsam u. a. mit verschiedenen Rollenklischees arbeiten.

Ziele:

  • SchülerInnen werden durch die geschlechtshomogene Umgebung in ihrer Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.
  • Sie haben die Möglichkeit die eigenen Rolle zu durchdenken, eigenen und fremde Grenzen wahrzunehmen und sich mit Stereotypen auseinander zu setzten.
  • Das Selbstbild von den Teilnehmenden soll gestärkt werden.
  • Stereotypen und Vorbilder aufbrechen, die durch Medien in der heutigen Zeit in den Köpfen der Kinder und Jugendlichen verfestigt wurden.
  • SchülerInnen werden durch das gemeinsame erarbeiten von Lösungsstrategien und Rollenspiele über Gefahren und Handlungsmöglichkeiten sensibilisiert.

Teilnehmer: Gesamte Schulklasse

Erlebnispädagogisches Angebot

Dieses Modul soll mit erlebnispädagogischen Elementen in den Schulklassen Zusammenhalt erlebbar machen. Mitunter soll mithilfe von Kooperationsspielen die Teamfähigkeit herausgefordert und gefördert werden. Wir werden gemeinsam in der Natur nach Erlebnissen suchen und jeder/jedem Teilnehmer/in stetig das Gefühl geben, ein teil der Gruppe zu sein.

Ziele:

  • erlernen Herausforderungen gemeinsam wahrzunehmen
  • Ausbau des „Wir-Gefühls“
  • mit gemeinsamem, sportlichem Engagement, die Gemeinschaft fördern

Teilnehmer: Ab Klasse 7, gesamte Schulklasse / Teilgruppen / Projektgruppen

Modulanfrage – für Schulen aus Baden-Baden

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